Folgen von Corona für soziale Institutionen

Wenn die leitenden Angestellten mit anpacken müssen besteht die Gefahr, dass die betriebswirtschaftliche Steuerung auf der Strecke bleibt.

MSc Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Institutionen im Alters- und Pflegebereich, Menschen mit Behinderung und Spitex-Organisationen sind drastisch. Vor allem die Engpässe beim Pflege- und Betreuungs-Personal, verursacht durch krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitenden und die reduzierte Unterstützung Angehöriger und Freiwilliger aufgrund der Ansteckungsgefahr und drastischen Sicherheitsmassnahmen, setzten die Institutionen zunehmend unter Druck.

Die Erhöhung des Pflege- und Betreuungsaufwands löst u.U. Konfusion und Diskussionen um die Verteilung der Mehrarbeit, Kompetenzen und Verantwortung aus. Die Pendenzen häufen sich und der gesetzliche Auftrag ist nur mit grossen Anstrengungen aufrecht zu erhalten.

Dadurch nehmen die Unzufriedenheit und ggf. auch die Ausfallrate der Mitarbeitenden zu, was den Druck auf die Geschäftsleitung erhöht. Die Sicherheit, Qualität und Stabilität der Organisation sowie der Dienstleistungen ist ebenso in Gefahr, wie die eines Reputationsschadens.

Eine interimistische Unterstützung bei der betriebswirtschaftlichen Steuerung der Organisation könnte helfen, allen Akteuren zusätzliche Kapazität zu verschaffen, neue Impulse auszulösen sowie Wissen und Erfahrungen «von aussen» einfliessen zu lassen.

Letztlich gilt die Devise, den Betrieb trotz Pandemie-bedingter Erschwernisse nachhaltig zu sichern. Wenn nötig auch mit externer Unterstützung.